Mediennutzung angemessen, exzessiv oder bereits süchtig? Neue Kampagne zu Mediensucht!

Gerade während der Pandemie, bei der sich Kinder und Jugendliche kaum noch mit ihren Freunden treffen können und neben Homeschooling häufig zu digitalen Medien als Beschäftigung greifen, ist die Aufklärung für eine gesunde Mediennutzung sehr wichtig.


Aus diesem Grund hat Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, die Kampagne “Familie, Freunde, Follower” ins Leben gerufen und zusammen mit dem Moderator Tobias Krell den Erklärfilm “Tobi Krell erklärt Mediensucht” für Eltern, Lehrbeauftragte und Schüler:innen realisiert.

Tobi geht hier der Frage nach, ab wann Mediennutzung bereits die Kriterien einer Mediensucht erfüllen. Er spricht u.a. mit Jakob, einem Psychiater für Kinder und Jugendlichen. Dabei erklärt Jakob, dass es nicht nur darauf ankommt, wie lange die eigene Bildschirmzeit ist, sondern auch wie man diese Zeit nutzt. Verliert man sich schnell im Spiel, steigert die Nutzungsdauer und Häufigkeit so dass bspw. Freundschaften, Schule oder Arbeit vernachlässigt werden, spricht man von einer Mediensucht.

Die Journalistin Nena erzählt von ihrer exzessiven Instagramnutzung. Täglich hat sie dort Fotos geteilt und war süchtig nach den Likes und Followern. Das ging bei ihr soweit, dass sie selbst, wenn sie mit Freund:innen unterwegs war, sich eher Gedanken um einen perfekten Schnappschuss machte, als die Zeit mit ihren Freund:innen zu genießen.

Auch mit Frau Ludwig kommt Tobi ins Gespräch, bei dem sie erklärt: »Aus dem Lockdown im Frühjahr wissen wir z.B., dass die Nutzung von Spielen und Chat Funktionen bei den Kindern und Jugendlichen um 70% zugenommen hat.«


Lehrkräfte finden zusätzlich vielfältiges Lehrmaterial zur thematischen Unterrichtsgestaltung "Medien nutzen mit Maß". Dabei geht es um sinnvolle Mediennutzung auch in der Familie und spannende Alternative der Freizeitbeschäftigung.


Hier stellt sich die Frage wie schützte Eltern ihre Kinder davor, zu viel Zeit am Smartphone oder der Spielekonsole zu verbringen? Aus technischer Sicht kann die Seite “Medien kindersicher” weiterhelfen. Auf der Webseite werden Eltern über technische Schutzlösungen verschiedenster Geräte informiert: Man wählt ein Gerät der eigenen Wahl aus und erhält eine genaue Anleitung darüber, welche Möglichkeiten man hat, um Kindern eine geregelte Verwendungszeit und angemessene Inhalte zu ermöglichen.

Quellen:

https://www.drogenbeauftragte.de/presse/detail/tobias-krell-erklaert-mediensucht/

https://www.drogenbeauftragte.de/familiefreundefollower/

https://www.medien-kindersicher.de/startseite

Titelbild aus der Kampagne "Familie, Freunde, Follower"


Aktuelle Einträge
Archiv