Klischeefreie Zone Frankfurt!


Seit Mitte August sind über 600 Plakate anlässlich des diesjährigen internationalen Mädchen*tags am 11. Oktober plakatiert. Die Aktion ist Teil der neuen Kampagne "Klischeefreie Zone" des Frauenreferats der Stadt Frankfurt bei der Vorurteile und Klischees gegenüber dem weiblichen Geschlecht prominent benannt werden. Zu lesen sind Forderungen und Aufforderungen von Mädchen und jungen Frauen sowie Alltagserfahrungen, die somit auf die Straße zurück geholt werden. Denn "Öffentliche Kommentare sind keine Komplimente. Übergriffe und Belästigung sind eine Form von Gewalt". Entgegen aller und immer noch vorhandener Stereotype macht die Kampagne klar: Mädchen und Frauen haben jederzeit und überall das Recht auf Respekt und die Einhaltung ihrer Grenzen!

Die Fachstelle Prävention unterstützt diese Aktion. Besonders im Zusammenhang mit Alkohol- oder Drogenkonsum erfahren Mädchen und Frauen jeden Alters häufig Respektlosigkeit und sexualisierte Gewalt. Sei es weil sie selber konsumiert haben oder die meist männlichen Täter berauscht sind. Dies ist jedoch keine Entschuldigung oder gar Einladung für respektloses Handeln.

Forscher*innen des Worcester Polytechnic Institutes an der University of Nebraska und der Iowa State University fanden 2018 bei einer Befragung von Männern und Frauen heraus: Alkohol trinkende Frauen werden negativer bewertet als Frauen mit einer Wasserflasche in der Hand. Noch erstaunlicher: Sowohl Männer als auch Frauen bewerteten diese als eher offen für schnellen Sex, oberflächlicher und dümmer. Bei der Einschätzung von Männern hingegen spielte Alkoholkonsum keine Rolle.

Es ist also an der Zeit, nicht nur Frankfurt zu einer „Klischeefreien Zone" zu machen - sowohl auf der Straße als auch in unseren Köpfen.

Weitere Informationen zur dieser Kampagne und der Arbeit des Frauenreferats Frankfurt finden sich hier

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